Interreg Deutschland-Danmark · 2023-2026
ARTEMIS
„Wir würden ja gern, aber …“ In jedem Unternehmen gibt es ein Vorhaben, das so anfängt. Drei Jahre lang hat ARTEMIS genau solche Vorhaben an Studierende auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze übergeben. Über 50 davon wurden abgeschlossen. Diese Seite hält fest, was dabei herausgekommen ist und wie es wieder geht.
LAUFZEIT: Juni 2023 - Mai 2026. INTERREG-FÖRDERUNG: €1,551,963.
LEADPARTNER: SDU, Sønderborg. PRIORITÄT: 1 Innovative region
DANSK VERSION - ENGLISH VERSION
Das Projekt
Eine Brücke zwischen Hörsaal und Unternehmen, über die Grenze hinweg
Das Projekt lief von Juni 2023 bis Mai 2026, gefördert von Interreg Deutschland-Danmark und kofinanziert von der Europäischen Union. Es ist beendet. Das Netzwerk aus Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und Unternehmen ist es nicht.
"ARTEMIS hat zum Ziel, durch maßgeschneiderte Kooperationen studentische Innovationen in KMU der teilnehmenden Region zu fördern."
- Projektziel, Abschlussveranstaltung 2026
Ergebnisse
Drei Jahre in Zahlen
Stand 06.05.2026. Die Abschlussveranstaltung, der Crossborder Innovation Day, fand am 7. Mai 2026 im C.ulturgut Flensburg statt.
So lief es
Jede Kooperation folgte denselben neun Schritten
Nichts daran ist ARTEMIS-spezifisch. Diesem Ablauf kann jedes Unternehmen mit jeder Hochschule folgen.

Crossborder Innovation Day, Flensburg, 7. Mai 2026
Vorher
Sich finden
– Matchmaking zwischen Unternehmen und Hochschule
– Vorprüfung der Idee
– Framing: aus der Idee eine bearbeitbare Fragestellung machen
Währenddessen
Die eigentliche Arbeit
– Kick-off und Problemdefinition
– Discover und Define: der Problemraum
– Develop und Deliver: der Lösungsraum
– Abschlussveranstaltung, bei der die Teams präsentieren
Danach
Den Kreis schließen
– Feedback von Unternehmen und Studierenden
– Evaluation der Initiative
Wer beteiligt ist
Fünf Rollen: die Wirtschaftsförderung, die den Kontakt herstellt, die Lehrperson, die die Lehrveranstaltung leitet, die Hochschule, die betreut, die Studierenden, die arbeiten, und das Unternehmen, das die Fragestellung einbringt und die Ergebnisse bekommt.
Formate
Vier Wege, mit Studierenden zu arbeiten
Sortiert nach Zeitaufwand, vom Nachmittag bis zum halben Jahr. Wer noch keine Erfahrung hat, fängt klein an.
Workshop - Wenige Stunden bis ein Tag
Außercurriculares Programm
Der einfachste Einstieg. In wenigen Stunden oder an einem Tag arbeitet ihr gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden an einer konkreten Fragestellung. Ihr lernt euch kennen, testet die Zusammenarbeit und seht, ob es passt. Die Lehrenden bringen Methoden ein, die du vielleicht noch nicht kennst: Design Thinking, Zukunftsszenarien, kreative Problemlösung.
Das bekommst du: Neue Perspektiven, erste Ideen oder eine klare Definition des nächsten Schritts.
Hackathon - 12 bis 48 Stunden
Außercurriculares Programm

Du pitchst deine Herausforderung, Studierendenteams arbeiten parallel daran. Schnell, intensiv, kreativ. Zwischendurch gibt es Austausch, Feedback und Pizza, am Ende präsentieren alle Teams. Der kreativste Einstieg in eine Zusammenarbeit.
Das bekommst du: Mehrere Blickwinkel auf dieselbe Frage und erste Lösungsansätze, auf die du reagieren kannst.
Semesterprojekt - 8 bis 10 Wochen
Curriculares Programm
Deine Fragestellung wird Teil einer Lehrveranstaltung. Vor Semesterbeginn stimmst du die konkrete Aufgabe mit der Lehrperson ab, danach übernimmt die Hochschule die Betreuung. Zwischendurch tauscht ihr euch nach Bedarf aus oder du kommst zu Zwischenpräsentationen. Am Ende präsentieren die Teams ihre Ergebnisse.
Das bekommst du: Mehrere ausgearbeitete Lösungsansätze von Teams, die zwei Monate an deiner Frage hatten
Bachelor- oder Masterarbeit - 3 bis 6 Monate
Curriculares Programm
Voller Fokus auf dein Thema. Die studierende Person entwickelt einen zwei- bis dreiseitigen Vorschlag, den du gemeinsam mit der betreuenden Lehrperson prüfst und bestätigst. Danach arbeitet sie eigenständig am Thema und wird von der Hochschule betreut. Nach Abschluss bekommst du die Ergebnisse.
Das bekommst du: Intensive, tiefe Bearbeitung einer einzigen Frage.
Lohnt sich das
Was du investierst, was zurückkommt
Der Mehrwert kann groß sein, der Aufwand je nach Format auch. Geh mit klaren Erwartungen hinein: Welche Fragestellungen sollen bearbeitet werden, und was erwartest du als Ergebnis?
Das investierst du
– Zeit für Kontaktaufnahme, Präsentationen und Abstimmungsrunden
– Einblick in Interna
Das bekommst du
– Andere Perspektiven und aktuelles Fachwissen
– Spannende Impulse, ohne dafür eine Agentur zu beauftragen
– Einen Talentpool aus Menschen, die dein Unternehmen schon kennen
Das bekommen die Studierenden
– Exklusiven Einblick in die Praxis
– Wichtige Kontakte zu Unternehmen
– Projekte für ihr Portfolio
Die Ergebnisse variieren: Lösungsansätze, neue Perspektiven, konkrete Impulse. Ein fertiges Produkt ist nicht der Regelfall, und genau diese Erwartung ist der häufigste Grund für Enttäuschung.
Das richtige Thema
Die beste Fragestellung schlummert vermutlich schon in deiner Schublade
Alles, was unter „Müssten wir eigentlich mal, aber …“ läuft, ist ein guter Kandidat. Frag dich:
Wo fehlen uns Zeit, Methoden oder aktuelles Know-how?
Sensible Themen
Auch vertrauliche Themen sind möglich, etwa bei der Entwicklung neuer Produkte oder Strategien. Dafür kannst du die Fragestellung abstrahieren oder eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) abschließen. Formuliere dein Problem klar und realistisch. Die Wirtschaftsförderung oder das Lehrpersonal wissen am besten, was machbar ist.
Grenzübergreifend denken
Wer über regionale oder Ländergrenzen hinweg kooperiert, profitiert: mehr Studiengänge, mehr Fachrichtungen, mehr Erfahrungen, mehr Perspektiven. 39 der ARTEMIS-Initiativen waren grenzüberschreitend.
Die fünf wichtigsten Learnings
Was drei Jahre gezeigt haben
Vorgestellt auf der Abschlussveranstaltung in Sønderborg am 7. Mai 2026.
2. Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer, sie braucht Ressourcen, Struktur und aktive Steuerung.
3. Innovation entsteht durch echte Zusammenarbeit. Oft besser als erwartet.
4. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit schafft Mehrwert, aber nicht ohne Reibung.
5. Zusammenarbeit braucht mehr als Vernetzung, sie braucht aktive Beziehungspflege.
Praxisbeispiele
Sechs der Unternehmen
Sechs von über fünfzig Initiativen, quer über alle vier Formate oben.
Fr. Petersen Maskinfabrik - Hochschule Flensburg · Bachelorarbeit
Die Maschine des Unternehmens löst Mörtel von gebrauchten Ziegeln, sodass diese erneut verbaut werden können. Ein Student analysierte dafür den deutschen Markt und brachte zwei Kontakte mit: einer will die Maschine weiterentwickeln, der andere wurde direkt Kunde.
"Die Teilnahme am ARTEMIS-Projekt hat uns große Freude gemacht. Für uns als KMU war es gut, gute Perspektiven auf eine für uns sehr relevante Frage zu bekommen."
- Fr. Petersen Maskinfabrik A/S
Messe Husum & Congress - SDU Sønderborg · Semesterprojekt
Studierende untersuchten, warum dänische Ferienhausbesitzer selten deutsche Fachmessen besuchen, verglichen die Messekultur auf beiden Seiten der Grenze und bauten virtuelle 3D-Modelle der Hallen, mit denen sich die Messe schon vor der Anreise erkunden lässt.
"Der Austausch mit der SDU Sønderborg war für uns sehr bereichernd. Wir konnten wertvolle Impulse und frische Perspektiven gewinnen, nicht nur für die DOMIZIL, sondern auch für künftige Veranstaltungsformate."
- Business Development, Messe Husum & Congress
Oxytabs - SDU Sønderborg · Semesterprojekt
Das Nebenprodukt der Entkalkungstabletten wurde bisher kostenpflichtig verbrannt. Studierende entwickelten daraus drei geprüfte Produktideen: Reinigung für Brauereianlagen, Tabletten für Luftbefeuchter und Handelsmarken-Tabletten für Whirlpools.
Case stories
Herpel Gebäudereinigung - SDU Sønderborg · Workshop
In einem einzigen Workshop entwarfen zehn Studierendengruppen die veralteten ERP-Oberflächen des Unternehmens neu, von der Einsatzplanung über Zeiterfassung und Lohnabrechnung bis zur internen Kommunikation, und übergaben Skizzen als Grundlage für die Umsetzung.
Matti Tæppekantning - Europa-Universität Flensburg · Semesterprojekt
Beim Kantenumnähen von Teppichen fallen große Mengen an Textilresten an. Zwei Runden von Studierendengruppen entwickelten daraus Upcycling-Produktideen, darunter eine Linie für den Heimtier- und Bastelmarkt, und arbeiteten aus, wie diese zu Käufern kommen.

Waterkant Ingenieure - SDU Sønderborg · Semesterprojekt
Das Ingenieurbüro wollte wissen, was ein Eintritt in den dänischen Markt bedeutet. Studierende befragten dänische Akteure, entwickelten daraus eine Markteintrittsstrategie und identifizierten Ansätze für Kreislaufwirtschaft in den eigenen Leistungen.
Die vollständige Liste
Alle beteiligten Unternehmen und Organisationen
Aus der Ergebnisdokumentation des Projekts. Unternehmen, öffentliche Stellen und Forschungspartner, die mindestens eine Initiative mit einem Hochschulteam durchgeführt haben.
Abfüllbar UG
Adapto Technologies ApS
Agramkow Fluid Systems
CAPTN
CCM Electronic Engineering ApS
Domicilet
ECCO Conference Center
E-SG.cloud ApS
F. Ehrich GmbH & Co. KG
First Camp Kruså
Fr. Petersen Maskinfabrik A/S
Friseure Gumbert & Partner
GTH Getränketechnik Honesz
Hamsø Engineering
Herpel Gebäudereinigung GmbH
High Lock Security ApS
Industri-Automatik
MARLIN
Matthies Druckguss GmbH & Co. KG
Matti Tæppekantning
MedicCare A/S
Messe Husum & Congress
ModuMach
Nissen Road Safety
NPZ Innovation
Oxytabs GmbH
Pack & Schnack
Puls Human Relations
Resense Denmark ApS
Schnoor Industrieelektronik GmbH
Schur Star Systems GmbH
Simon Moos A/S
Smarte Grenzregion
Softstack GmbH
Solar-Energie Andresen GmbH
SOOP
Soventec GmbH
Stadt Flensburg
Storyfischer
Sustaineration GmbH
Swienty A/S
Sønderborg Vækstråd
Sønderjyske Kvindehåndbold
The Guiding Light Art Company
Thitronik GmbH
Waterkant Ingenieure GmbH
Waterless.dk
Writer's End GbR
Loslegen
ARTEMIS ist beendet. Der Weg, den es gebaut hat, ist offen.
Du brauchst kein Projekt, um mit Studierenden zu arbeiten. Eine E-Mail reicht, oder du gehst über deine Wirtschaftsförderung.
Kari Kleine, Associate Professor, SDU, Department of Technology and Innovation, Sønderborg
Silke Tegtmeier, Associate Professor, SDU, Department of Technology and Innovation, Sønderborg
Ansprechperson:
Su-Hyun Berg, SDU, Department of Technology and Innovation, Sønderborg. su-hyun@iti.sdu.dk
Schreib auf Deutsch, Dänisch oder Englisch. Sag kurz, was dein Unternehmen macht und wo es hakt. Das reicht für den Anfang.
Weitere Wege hinein
Deine Wirtschaftsförderung
Sie hat bereits Kontakte zu den Hochschulen und weiß, wer woran arbeitet. Der kürzeste Weg.
Business Aabenraa
Aabenraa, DK
Sønderborg Vækstråd
Sønderborg, DK
WFG Nordfriesland
Nordfriesland, DE
WFG Rendsburg-Eckernförde
Rendsburg-Eckernförde, DE
Eine zentrale Anlaufstelle an der Hochschule
Transferstellen leiten deine Frage an die richtige Stelle weiter.
SDU, Technology and Innovation
Sønderborg, DK
Europa-Universität Flensburg, Wissenstransfer
Flensburg, DE
Hochschule Flensburg, Transfer
Flensburg, DE
Jackstädt-Zentrum Flensburg
Flensburg, DE
Direkt zur Lehrperson
Wenn du das Fachgebiet schon kennst, geh direkt zu der Person, die es unterrichtet.
Auf LinkedIn nach Professorinnen und Professoren im passenden. Fach suchen Auf den Hochschul-Websites nach Instituten, Studiengängen und Seminaren recherchieren.
Nach der Studiengangskoordination eines passenden Studiengangs fragen
Partner
Wer ARTEMIS getragen hat
Leadpartner: University of Southern Denmark, Department of Technology and Innovation, Alsion 2, 6400 Sønderborg, Danmark

Leadpartner
University of Southern Denmark, Department of Technology and Innovation, Alsion 2, 6400 Sønderborg, Danmark
Dänemark
Syddansk Universitet
Sønderborg Vækstråd
Business Aabenraa
MIND FACTORY BY ECCO
Deutschland
Europa-Universität Flensburg
Hochschule Flensburg
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH
Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde mbH & Co. KG

ARTEMIS wurde von Interreg Deutschland-Danmark gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert, Juni 2023 bis Mai 2026.